| Lerninhalte |
Lernziele: Historisches Denken soll angeregt, kriegerische Auseinandersetzungen und ihre Ursachen definiert und in ihrer monströsen Eigendynamik erkannt werden.
Inhalt: In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkriegs und zum 75. Mal der Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa. Dass bereits Mitte der dreißiger Jahre die Expansion Japans nach China hinein ‚eigentlich‘ den Zweiten Weltkrieg einleitet, wird in europäischer bzw. ‚westlicher‘ Sichtweise meist vergessen. Allerdings sind diese beiden Katastrophen nur zwei negative ‚Höhepunkte‘ der Kriege im 20. Jahrhundert: Der russisch-japanische Krieg steht vor dem Ausbruch der Urkatastrophe des Weltkriegs, und mit den Stellvertreterkriegen in Korea und Vietnam, ‚kleineren‘ Kriegen in Afrika, drei Kriegen um den Bestand des Staates Israel bis hin zu den beiden Golfkriegen sind Teile der Welt auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs immer wieder durch Kämpfe verheert worden. Die unfassbare Realität dieser ‚politischen‘ Konflikte und Weltanschauungskämpfe, die zum Teil bis heute fortwirken, sollen in der Veranstaltung thematisiert werden.
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| Literatur |
Grundlegende Literatur:
Hans-Ulrich Thamer, Verführung und Gewalt, Berlin 1998; Harold James, Geschichte Europas im 20. Jahrhundert, München 2004; Christopher Clark, Die Schlafwandler, München 2013 |